Sonntag, 24. Februar 2013

perfekte kajale

mit etwas abstand (fünfzehn fussminuten und einem dreiviertel jahr) hält die drogerie auch für mich endlich wieder spannende neuigkeiten bereit. 
wobei. mit spannend meine ich wohl eher 'grundsolide'. denn ich frohlocke hier nicht über selbstklebendes samt-tesa für die lidstrichschwachen unter uns oder eine effekt-metallic-lackierung inklusive lametta-glitzer-holo für die dezente büro-maniküre.
im grunde meines kosmetikherzens suche ich doch nur die produkte, die meine vorzüge auch nach zwölf stunden noch betonen und nicht ins gegenteil verwandeln. (an dieser stelle noch einmal ein herzliches dankeschön an den mac kohl kajal feline, der mich bereits beim mittagessen a) wie ein trauriger, hungriger panda (auftrag am unteren wimpernrand) und b) einige stunden später wie eine mystische gestalt mit mehreren lidfalten (auftrag am oberen wimpernrand) aussehen lies.)
von richtigen alltagsprodukten erwarte ich, dass sie anweisungen bezüglich ihrer position im gesicht verstehen und sich diese den tag & abend über merken können. denn es gibt nichts schlimmeres, als produkte, die meinen, ab sechzehn uhr wäre mein gesicht ein rummelplatz, auf dem man sich frei bewegen könnte.
produkte, die vollkommen spassbefreite arbeitstiere darstellen, sind die p2 perfect look kajals, die man ganz gut an ihrer dreieckig prismatischen form und teilen des viva-zeichens im schriftzug erkennen kann. die bisherigen alternativen neben grau und braun fand ich öde bis nicht tragbar. dankenswerterweise ersetzte man große teile dieses farbspektrums mit für meinen geschmack lieblicheren farben.
über bronze (mit leicht goldenen schimmerpartikeln) und plum (nahezu matt mit eindeutig brombeerfarbenem einschlag) brauche ich keine worte zu verlieren. fabulös! der grüne kajal könnte sich durch den türkis-mint changierenden effekt mit meiner augenfarbe besser vertragen, als die mittelgrasgrüne verpackung vermuten lässt. wir werden viel spass miteinander haben!
unabhängig davon, sollte ich eventuell bei der diesjährigen urlaubsplanung mit in betracht ziehen, dass 3 der 4 oberen bilder eine weisse wand als hintergrund haben und man farblich keinen großartigen unterschied zu dem swatch auf meinem unterarm bemerkt.

Sonntag, 13. Januar 2013

gelesen: #1 - the perks of being a wallflower

hauptcharaktere aus büchern, die hübsch irritierende cover besitzen, mit schlagwörtern wie etwa 'erwachsen werden' und 'awkward teenager' versehen sind und deren verfilmungen diese niedlichen kleinen klammern auf ihren dvd-covern besitzen, weil sie auf irgendeinem independent filmfestival in einem kleinen europäischen land ausgezeichnet wurden, nehmen im kopfeigenen kino sofort die physiognomie und die verhaltenszüge eines michael ceras an. ihr wisst schon. der prototyp des eigenartigen teenagers. der in jungen jahren aus versehen ein kind zeugt. oder der mit nora und einer playlist durch die nacht schwebt. oder der unbeholfen gegen die sieben 'evil exes' seiner neuen freundin kämpfen muss. 
trotz übereinstimmungen in den punkten 'cover' (wirklich gelungen) und 'independent verfilmung' wird man in diesem buch nicht mit jener speziellen sorte von jugendlichen konfrontiert, die schwierigkeiten haben erwachsen zu werden bzw. die damit einhergehenden mechanismen nicht verstehen. stattdessen begegnete mir ein protagonist, der dem aus 'the curious incident of the dog in the night-time' ähnlich ist. ein derartig ausgerichtetes sozial-emotionales unvermögen wird jedoch bis zum ende des buches nicht bestätigt. 
diese 231 seiten überspitzt intelligenter naivität und meist nur schwer nachvollziehbarer reaktionen auf eine endlose anzahl an schwierigen situationen/ umständen, ergänzt um nicht enden wollende, zufällig eingestreut wirkende wollende lebensweisheiten zehren an den nerven des lesers. 

always match your literature. (schlafanzug vs. buch)
ich fühlte mich unterhalten und mochte das buch. nichts darüber hinaus. fazit: ich vergebe 3 von 5 einheiten.

Mittwoch, 2. Januar 2013

SILVESTA! FEUERWERK!

ratet, wer 00:00 beinahe verpasst hat, weil zu angestrengt durch den sucher der dslr gelunzt wurde? ratet, wer mit dem stativ bewaffnet nur schwerlich das gleichgewicht am hang halten und gleichzeitig das feuerwerk über sich beobachten konnte? ratet, wer verwackelt und umgeben von feuerwerksdunst auf bildern zu sehen ist? ratet, wer das mit dem silvester-feuerwerk-fotographieren erst wieder in 363 tagen üben kann? ratet, wer seine bilder dennoch hübsch findet!


 ach, und ich habe mein erstes .GIF überhaupt erstellt. woouuf! - boom! - bääm! - krach! - zisch! - pouuff! - wooosh! 


2013 - you better be superb! 

Montag, 31. Dezember 2012

37 durch 1 - geht nicht.

eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in zweitausendzwölf 50 bücher zu lesen. in sich selbst ein durchaus erreichbares ziel. schlecht gerundet ein buch pro woche. und ein möglicher ausweg aus meinem dilemma, immer über alles bescheid wissen zu müssen und alles bereits gelesen haben zu wollen. 
womit auch schon des pudels kern dieser misere identifiziert und an die wand gestellt worden wäre: meine mich in vielen lebenslagen einschränkende neugier.

denn anstatt die wenige ruhige, freie zeit dafür zu nutzen um mich auf ein buch zu konzentrieren, wird sie in unsinniges investiert:

buch lesen - währenddessen wird darüber nachgedacht, ob ich nicht ein anderes lesen sollte - verpasste passage des buches noch einmal lesen, denn lesen und nachdenken funzt selten - mit aufgeschlagenem buch nach diversen buchempfehlungen suchen - eben diese bei goodreads vermerken - buch lesen - während des lesens darüber nachdenken, ob es sich nicht lohnen würde eins der vorgestellten bücher zu besorgen - passage erneut lesen - einschlafen

aaaah!

derzeitig bin ich beim dritten teil der game of thrones reihe angekommen. und auch hier lässt mich dieser zwang nicht los. denn eigentlich fesselt mich die serie so sehr, dass ich zwischen den einzelnen teilen kaum zu einem anderen buch gegriffen habe. was mich nicht davon abhält, mich insgeheim zu ärgern, dass meine bilanz dieses jahr durch drei bücher mit mehr als tausend seiten nun mal nicht so glanzvoll wirkt als wenn ich mich für mehrere kleine bücher mit zweihundert seiten umfang entschieden hätte. 
zudem kommt noch hinzu, dass es sich hollywood und auch die deutsche filmindustrie meines erachtens zur zeit etwas leicht machen, indem scheinbar nur buchadaptionen auf den markt kommen. und das kollidiert mit meiner einstellung, dass ich erst die romanvorlage lesen möchte, bevor ich mir durch die verfilmung zu viel vom eigenen kopfkino nehmen lasse. vicious circle!


jetzt, ende zweitausendundzwölf, mit einer bilanz von noch ausstehenden siebenunddreißig büchern, stellt sich jedoch so etwas wie gelassenheit (?) ein. vermutlich in anbetracht der ausweglosen situation (siebenunddreißig bücher und ein letzter tag in zweitausendzwölf. do the math!).

vermutlich bleibt mir nichts anderes übrig, als mich weiterhin in dieser kleinen verkorksten wolke zurecht zu finden, die von ablenkungen und neuen ideen geflutet wird. ich werde meine literatur in meiner geschwindigkeit lesen. immer in der hoffnung, dass jemand, der bereits mehr weiss oder das buch schon gelesen hat, mir nichts verrät.
ich muss eben nur das internet, mein umfeld, meine freunde und familie sowie öffentliche verkehrsmittel meiden um mir wirklich nichts nehmen zu lassen. ha! oder finger in den ohren und laut singen. wenn das nicht nach durchführbaren plänen klingt. 

Samstag, 29. Dezember 2012

zorn des postboten I

weihnachten 2012 wird sicherlich in die geschichte eingehen als die 'zeit des japsenden postboten'. ehre all jenen, die sich, bereit zum harakiri, an samstagen und verkaufsoffenen sonntagen in die städte schleppten und dort zähneknirschend die geschenke für ihre liebsten kauften. 
ich bin in diesen dingen recht introvertiert. meine lieferdienst-bestellungen erledige ich bspw. auch lieber über online-portale als  leise die #27 bestellt zu haben und unverstanden die #13 extra scharf zu bekommen. maschinen und systeme verstehen mich einfach besser. und können mich zudem weniger häufig ignorieren.

mit dem eintreffen des vierundzwanzigsten meinte ich eigentlich, dass das saisonale 'leid' des berufszweiges der post- und paketboten nun deutlich gemildert sei. zumindest was das von mir induzierte leid angeht. 
und dann betätigte ich den bestell-bestätigungs-button. 
tja, ähm, ebenfalls ein grund, warum ich mir keine new year's resolutions mehr aufbürde. ich bin zu schusselig um mich an sie oder ihre implikationen beständig zu erinnern.

und für was zog ich mir den zorn der gilde auf mich? für ein palettchen aus dem hause mac, das lippenstifte in zum teil korallroten, rosenholz-roten und bläulich-kühlen rottönen beinhaltet. 

ich werde jetzt nicht die milchmädchenrechnung tanzen, die wunderbar darlegt, dass man für viel weniger produkt nur mässig mehr bezahlt! ach was! schnäppchen! und dann noch in reise-größe! nie dagewesen! und die verpackung! so praktisch! braucht man doch die originalgröße eh nie auf! double win-win! (ihr kennt das.)

mac pro lip palette: 6 editorial reds
von links oben nach rechts unten: 
lady danger (matte), on hold (cremesheen), russian red (matte), mac red (satin), ruby woo (matte), dare you (cremesheen)

bjutiful! und ich besitze keinen doppelt! yay!

Montag, 15. Oktober 2012

zeitgeist

ich weiss nicht, wie es anderen menschen ergangen ist, aber mein rationaler nagellackkonsum ging systematisch mit der einführung der essie-theke bei meinem favorisierten drogeriemarkt den bach hinunter. besaß ich vorher 9 lacke der marke, (pah, böse lüge, tatsächlich sind es mehr und noch ein paar miniaturausgaben dazu, aber DIE PASSEN NICHT ALLE IN EIN 9er COLLAGEN-QUADRAT!) darf ich nun dank frühlings-, sommer-, zwischenevent-, herbstkollektion und der fantastischen (*zähneknirsch*) verfügbarkeit des standardsortimentes WEITAUS mehr lacke mein eigen nennen.
glaubt man dem schockierten gesichtsausdruck meiner tante, die neulich nur die oberfläche meines kosmetiksammlungs-eisberges gesehen hat, ist eine derart große sammlung nicht aaaaallzu üblich.

wie dem auch sei ...
da ein blog von aktualität und zeitgeist lebt, nun bilder vom beginn des jahres, die eine nagellacksammlung obsoleten ausmaßes dokumentieren, an symmetrie jedoch nur schwerlich zu überbieten sind. man reihe sich ein und erfreue sich mit mir am bild.

herbstlichst, strawbemmy.

Freitag, 12. Oktober 2012

regenbogenkuchen

hand aufs herz. es gibt sachen, die man unter dem deckmantel der verschwiegenheit vorgibt, hauptsächlich für jemanden anderen zu tun, sich aber essentiell und händeklatschend vor freude selber am meisten darüber freut.
diese sehr schmeichelhafte eigenschaft meinerseits (vermutlich doch einzelkind-bedingt) manifestierte sich dieses jahr in folgender form:

geburtstags-regenbogenkuchen / rainbow cake

ungelogen? die schönste torte, die ich jemals gebacken haben. und die aufwendigste. und die mit dem bisher höchsten wissenszuwachs.

mind-blowing fact: buttercreme besteht zu >75% aus butter. 

dass die hauptzutat manchen dingen zu ihrem namen verhilft, war mir nicht neu.  ich war schlichtweg überrascht, was das für meine torte bedeuteten würde.
denn rezept hin oder her, beim gedanken daran, schaumig aufgeschlagene butter mit puderzuckerhäubchen pur essen zu müssen, stellen sich mir die haare auf. daher rufe ich zum boykott von buttercreme auf und breche eine lanze für alle anderen varianten, die man mit hüftschonenderen mitteln zubereiten kann! 
dafür eine runde konfetti-zuckerstückchen!