Mittwoch, 14. September 2011

die ruhmes-wurst des butterbrots

first things first: es ist einfach nicht meins. 
vermutlich aus dem gleichen grund, weshalb ich damals dem spiel, dem spass und der spannung von kinder-überraschungseiern nicht erlegen bin. leckere verpackung auf der einen seite, ungewissener und meist redundanter inhalt auf der anderen.
natürlich bin ich neugierig. und ja, ich teste auch gern mir unbekannte sachen. aber dies doch bitte bewusst und gezielt, nicht extern gesteuert. 

daher saß ich auch eine gehörige weile mit ratlosem gesichtsausdruck und fragezeichen in den augen vor der mir zugeschickten und zu testenden glossybox.
was genau soll ich testen?

dabei wiederstrebt es mir, die bewertung der von glossybox erbrachten leistung von der qualität und dem gefallen der darin untergebrachten produkte abhängig zu machen. denn dies ist allein des herstellers verdienst/ schuld.
glossybox selbst verstehe ich als dienstleister, der proben der hersteller organisiert, gegebenenfalls bedarfs- bzw. bedürfnisgerecht verteilt und nett verpackt in die haushalte der abonnenten veschickt.

ganz nüchternd betrachtet ergeben sich für mich folgende punkte, die bei einer bewertung der glossybox herangezogen werden können:
lieferung, auswahl der produkte, verpackung sowie das hinterlegte profil zur besseren abstimmung auf die kundenspezifischen gewohnheiten und vorlieben.

lieferung: 
diesbezüglich kann ich nur mit einem schulterzucken und "ich habe die box für august im august bekommen" antworten. 

auswahl der produkte:
wie eingangs erwähnt, möchte ich lediglich eine aussage über die auswahl, nicht aber über die qualität der produkte treffen. 
versprochen werden 5 pröbchen. im gleichen zusammenhang fallen die worte "luxus", "high-end" und "trend". nun ja. ist vermutlich auslegungssache. in anbetracht der in meiner box enthaltenen produkte möchte ich hier zögerlich die hand heben und behaupten, dass ich offensichtlich diese begriffe anders definiere. 
dementsprechend hängt die allgemeine zufriedenheit diesbezüglich wohl davon ab, ob die geneigte kundin dies akzeptiert und sich über die angebotenen produkte gleichermassen freut.

verpackung:
gibt es nichts auszusetzen. ist niedlich, hochwertig und sicher für den transport verpackt. (wird in zukunft einige lieblinge meiner nagelack-sammlung beherbergen.)

profil:
hier hätte ich es spannender gefunden, wenn ich den inhalt und die zusammensetzung meiner box hätte aktiv steuern und dediziert auf meine bedürfnisse zuschneiden können. doch leider lässt sich glossybox hier die ruhmes-wurst vom butterbrot nehmen und versendet mehr oder minder standardisierte päckchen identischen inhalts.
(sicherlich hätte ich irgendwo vermerkt, dass ich silbernen nagellack "örgsig" finde.)

was mich wirklich "ärgert" und empfindlich meinen ordnungssinn stört ist der fakt, dass die proklamierten produkte auf der beiliegende index-karte und die tatsächlich verbauten produkte weder in anzahl noch in form übereinstimmen.
während mir 5 produkte der marken c:ehko, l'oreal, maria galland und misslyn versprochen werden, finde ich c:ehko, l'oreal, manoa cristal, weleda und malu wilz vor. 


ergo: nichts für mich.
und viel zu viel verpackungsgedöns. bevor ich die boxen jedweder schönheit abonniere, frage ich lieber noch einmal eine douglas-mitarbeiterin nach einer probe. ;)

aber wie seht ihr das? sollten die eigenschaften der produkte auf die wahrnehmung der tatsächlich von glossybox erbrachten dienstleistung abfärben?
und für wie (un)sinnig erachtet ihr überhaupt die ganze chose?

Kommentare:

  1. Ich bin und werde kein Boxenfan; ich kann mir nicht helfen.
    Ich spare lieber das Geld dafür und kaufe mir einen
    wunschgemäßen Artikel.
    Viele liebe Grüße; schöner Post!

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  2. Bin dem Boxen-Fieber ebenfalls nicht erlegen ,mag diese Art an Überraschung so gar nicht .. statt freudig ,würde ich wahrscheinlich eher im besten falle erstaunt .. und sonst eher hilflos ,vor dem von fremden Menschen ausgesuchten aber mir bezahltem Inhalt sitzen ,also nichts das ich abonnieren würde.
    Dein Posting finde ich sehr gut geschrieben ,schöne Review!

    LG :)

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  3. Ich mag mich auch nicht zu einem Werbe-"Opfer" degradieren lassen ... und dann auch noch dafür blechen ?! ne ne ne

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  4. Ich bin contra boxen ... ich würde es wahrscheinlich genauso sehen wie Du... Ratlosigkeit auf ganzer Linie.
    Obwohl ich durchaus ein Proben-Fan bin, aber mehr von denen die ich mir vorher selber aussuchen kann, weil ich ein gewisses Interesse am Produkt habe.

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  5. Blödsinnige Bauernfängerei, das. Deswegen habe ich die Anfrage die GB zu testen auch höflich abgelehnt.

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  6. Frau Strawbemmy,
    Sie ham´mich neugierig gemacht und dazu gebracht, auf Ihren Blog zu linsen und die erste Glossybox-Review meines Lebens zu lesen. Da mir Ihre Ansichten und Ihre Ausdrucksweise sehr gut gefallen werde ich Sie abonnieren und auf weitere spannende Posts hoffen.

    Zur Glossbox selbst:

    Meins ist der entbrannte Wundertütenvirus auch nicht. Zwar mögen hier und da wirklich tolle Produkte an die Frau gebracht werden, aber dafür, dass der "Spass" 120 Euro im Jahr kosten soll, stufe ich das Risiko, nur Murks zu bekommen, als zu kostspielig ein. Ich meine, 120 Euro ist schon echtes Geld, mit dem man besseres anfangen kann. Außerdem hätte ich keine Lust, mir meine Schminksammlung mit Pröbchen vollmüllen zu lassen, mit denen ich nichts anfangen kann.

    Misstraurisch wie ich bin, denke ich darüber hinaus, dass das Anlegen von Beautyprofilen, nicht Lieschen Müller nützt, sondern zuallererst Glossy Box und Co. Denn je gefüllter ihre Datenbanken werden, desto attraktiver werden sie für ihre Kunden, weil sie ihre Zielgruppe präzise und effizient erfassen können. Schließlich brauchen sie echte Argumente, um X, Y und Z abertausende von kostenlosen Proben aus den Rippen zu leiern.

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  7. Endlich mal ein Glossy Box Post nach meinem Geschmack, ich fange mit dem monatlichen Produktpröbchensammeln auch überhaupt nichts an.

    Die 120 Euro spare ich mir lieber und kaufe dafür Sachen, die mir wirklich gefallen!

    LG Samantha

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