Sonntag, 18. Dezember 2011

how not to ...

der verkaufsoffene sonntag birgt allerlei tücken und probleme. die meisten davon verursacht man jedoch selbst, in dem man an den alltäglichkeiten des lebens fundamental scheitert. 
umgebung diesmal: ein parkhaus. 
in der regel meide ich parkhäuser. aus gutem grund. denn dort sammeln sich dank bautechnischer glanzleistungen abgase. aufgrund von frauen-, familien- und behindertenparkplätzen sowie freizuhaltenden flächen für feuerwehrfahrzeuge gestaltet sich bereits die auswahl der parklücke als recht schwierig. nicht selten beobachtete man dabei auch menschen, die gedanklich abstecken, ob sie nicht doch zur einen oder anderen gruppe "im weiteren sinne" gehören. und die zufahrtswege sind für fahrzeugtypen der größe einer isetta ausgelegt.
das heutige hindernis: der parkscheinauswurf-automat. 
nach anfänglicher freude über die überwindbare distanz, die ich zwischen mich und eben jenem gerät gebracht habe, drücke ich auf den "bitte lass mich ein. ich zahle auch wie du es möchtest für jedes angefangene 20min-intervall." gerät antwortet mit einem "plopp. hier haste." und schleudert mir meine ersehnte karte entgegen. die dargebotene schleuderkraft übersteigt meine vorstellung von sonntäglichem aktionismus jedoch so sehr, dass ich nur ein-/ zweimal ins leere greifen und dabei meinem parkschein zuschauen kann, wie er mit schwung aus dem gerät flutscht, an meinem wagen abprallt und ins leere verschwindet. mir entfleucht ein "shit." 
besonnen denke ich über den nächsten schritt nach. in anbetracht der sich öffnenden schranke und dem winzigen spalt, der mir ein öffnen der fahrertür unmöglich macht, erscheint mir nur eines sinnvoll. 
türmen. die flucht nach vorn sozusagen. 
nach 4 überwundenen parketagen in einer spiralauffahrt trifft mich oben angekommen die erkenntnis. der wagen nach mir hat sich meiner nicht erbarmt und die karte nicht mitgebracht. auch hat sie nicht auf wundersamerweise den weg zu mir zurück gefunden. also gilt es, hektisch zu werden. zu parken. die langsamen, stur in der mitte stehenden leute auf den scheinbar endlosen rolltreppen im inneren der einkaufsmöglichkeit minderleise zu verfluchen. aus dem riesigen einkaufszentrum heraus- und drumherum zu rennen. verdutze blicke zu ernten. zwischen autoschlangen rumherzuturnen. sich vor autos zu werfen und mit aufmerksamkeitserregenden gesten wortlos den autofahrern klarzumachen, dass man hier keinen überfall plant, sondern nur etwas sucht. und ENDLICH. die wunderbare, wenn doch etwas geschundene und in den dreck gestauchte karte wiederfinden. 
gefahr gebannt. dummer spruch auf den lippen. 

ich versuche das mit dem erfolgreichen tag einfach morgen nochmal.